Die Geschichte der Hauskatze

Katzen und Aberglaube

Das unergründliche Wesen der Katze, der starke Kontrast zwischen ihrer stillen, gemütlichen und der jägerischen, unabhängigen Seite haben dazu geführt, dass diese Tiere mehr als viele andere zum Gegenstand von Legenden und Aberglaube geworden sind.

Die Chinesen, deren Gott des Ackerbaus als Katze dargestellt wurde, glaubten daran, dass Katzen nach ihrem zehnten Lebensjahr reden und sich in noch höherem Alter in andere Tiere verwandeln könnten.

FreyaBei den Germanen wurden Katzen noch hoch geschätzt - in ihrer Mythologie hatte die Wildkatze als Zugtier des Wagens der sehr verehrten Göttin Freya einen festen Platz. Gerade die Tatsache, dass Freya eine Göttin der Fruchtbarkeit war, sollte den Katzen mit dem Aufkommen des Christentums einige Nachteile bringen.

Nachdem die Katze im frühen Christentum noch eine positive Assoziation hatte und sogar auf Darstellungen der Mutter Maria erschien, änderte sich das im strenger, fanatischer und sinnesfeindlicher werdenden frühen Mittelalter.

Vor allem schwarze Katzen galten nun als Verkörperung des Bösen mit zahlreichen magischen Fertigkeiten, sowie als Gefährten von Hexen und Auslöser von Krankheiten und Unfällen.

Katze auf Jagd

Unzählige Tiere wurden als vermeintliche Unglücksbringer verfolgt und auf grausame Weise getötet, was negative Folgen für den Mensch hatte, dessen Städte ohne Katzen von den Ratten heimgesucht wurden, die vielfach die Pest mit sich brachten.

Schwarze Katze

Einige dieser Verleumdungen sind bis heute zumindest sprichwörtlich erhalten geblieben sind, zum Beispiel die Idee, dass es Unglück bringt, wenn eine schwarze Katze einem quer über den Weg läuft. In anderen Ländern gilt die Katze jedoch als Glücksbringer mit positiven Zauberkräften.